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Auf der Suche nach einem neuen Christy Moore Release bin ich in einer Rezension auf John Spillane gestoßen. Neugierig und entgegen meiner sonstigen Gewohnheit habe ich „Hey Dreamer" „blind" bestellt, in der Annahme eine eher puristische irish-music CD zu bekommen. Ich bin keineswegs unglücklich darüber, dass sich diese Annahme so nicht erfüllte, denn.......
....was John Spillane auf „Hey Dreamer" zelebriert ist dennoch wahrlich beglückend. Überwiegend mit akustischer Gitarre, Flöte, Cello und Orgel (mitunter auch einmal E-Gitarre) instrumentiert und einem äußerst variablen Songmaterial (melancholisch bis mid-tempo-nummern) präsentiert sich ein Klangspektrum der Extraklasse. Stimmlich ist es schwierig etwas Artverwandtes zu benennen – dezent und songdienlich ist sein Gesangsstil wohl irgendwo zwischen James Yorkston und Ray LaMontagne anzusiedeln.
Wahre Songwriterkunst zeigt sich aus meiner Sicht, wenn Songs entstehen und vorgetragen werden (Tip: I´m Moving on"), die den Hörer berühren, dabei aber nie die delikate Grenze zum Kitsch überschreiten. Diese Reife (obwohl es sich hier um einen jüngeren Singer/Songwriter handelt) zeigt John Spillane auf „Hey Dreamer"
Fazit: Da er in keine Schublade wirklich passt, muss man wohl eine neue aufmachen. Famos!
Gerhard Wenzel, März 06