Pläne Verlag
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Veröffentlicht in Melodie
& Rhythmus (04/07).
Nicht erst seit den Mainzelmännchen wissen wir, die wirklich interessanten Dinge finden zumeist zwischen den Formaten statt. Vor diesem Hintergrund würde man dem vorliegenden Tonträger der Berliner Band um die Sängerin Anika Mauer und Bandgründer Felix Bald unrecht tun, ihn abschließend charakterisieren zu wollen.
Ohne dem Label, das 13 neue Chansons ankündigt, grundlegend widersprechen zu wollen, finden sich auf M wie Mord doch etliche Soul, R & B und Jazz Elemente, die dieser Veröffentlichung eine Einzigartigkeit, Abseits des Marlene Dietrich Klischees, verleihen.
Als Alleinstellungsmerkmal kann Mathilda die Kombination aus witzigen, nachdenklichen und zum Teil auch frivolen, deutschen Texten, unterlegt mit erfindungsreichen, nie überstrapazierten Soundumrahmungen für sich in Anspruch nehmen. Die Besonderheit dabei ist, dass zu keinem Zeitpunkt die delikate Grenze zum Kitsch überschritten wird, sondern es wird gewagt und gewonnen.
Das Zepter schwingt eindeutig Anika Mauer, die mit ihrer lasziven Stimme, den als Krimi verpackten Texten eine subtile Spannung verleiht, aber dabei stets kraftvoll und energetisch bleibt.
Mathilda könnte sich zu einem Erfolgsmodell für die deutsche Liedermacher und Bandszene entwickeln.