Karl Tuschhoff
19.05.2007

Danny & Dusty

Cast Iron Soul

Gerhard Wenzel
Dany & Dusty
Cast Iron Soul

Veröffentlicht in

Melodie & Rhythmus (Ausgabe 06/07)


Dan Stuart und Steve Wynn, kurz: Danny & Dusty. Da war doch mal was? Richtig, im Sommer 1985 war es, als mit "The Lost Weekend" ihr bisher erstes, gemeinsames Album erschien, das mittlerweile einen legendären Status erreicht hat.

Auch 20 Jahre später lässt sich festhalten, dass auf „Cast Iron Soul“ kein Stück dieses expressiven Charakters, der den Erstling auszeichnete, verloren gegangen ist. Musikalische Innovation mit einem Schuss Nostalgie ist auch heute noch die Essenz ihres Schaffens. Die Liste derer, die unter Artverwandtes genannt werden müssten, wäre so lang, dass man besser darauf verzichtet, denn letztlich ist es ein Album, dass völlig zu recht ein Stück der musikalischen Gegenwart für sich reklamiert.

„Cast Iron Soul“ zeichnet sich vor allem durch einfallsreiche Texte und Rhythmen, die voller Elan und Spannung sind, aus. Neben Bass, Schlagzeug und E-Gitarre, reihen sich mit vermeintlich schwereloser Eleganz zahlreiche, ausschmückende Ideen in wechselnder Instrumentierung ein. Mitunter am Rande des Melodiebruchs, finden die konträren Charaktere der beiden Songwriter letztlich doch zu einer stilistischen Einheit zusammen.

Der daraus resultierende Spannungsbogen macht es unmöglich am Plattenschrank vorbei zu gehen, ohne diese Scheibe dann doch im Schlitten zu versenken.

In limitierter Auflage gibt es das Album auch mit Bonus-DVD, auf der ein Konzertmitschnitt von 1986 dokumentiert ist. Hierbei handelt es sich nicht um eine der üblichen Beigaben, sondern die DVD ist ebenso superb wie die CD selbst.