Karl Tuschhoff
30.08.2007

Steve Earle

Washington Square Serenade

Gerhard Wenzel
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Veröffentlicht in Melodie & Rhythmus Oktober 2007


Steve Earle hat in den vergangenen Jahrzehnten die Parameter für gute Musik maßgeblich mitdefiniert. Mit „Washington Square Serenade“ hat die Songwriterlegende nun ein Album vorgelegt, das man wohl als „großen Wurf“ bezeichnen muss, weshalb sich eine konventionelle Analyse eigentlich verbietet.

Als musikalischer Grenzgänger bietet er auf Washington Square Serenade exzellente Songs mit einem Gesang, der stellenweise an Tom Waits alter Tage erinnert und mit Way down in the hole dann auch ein Waits Coversong beinhaltet. Dazwischen tauchen Effekte auf, die man eher auf einem Album von Little Axe vermuten würde, was den Arrangements zusätzlichen „Pfeffer“ gibt. Die Songs selber verleiten jedoch auch zu dem Gedanken, dass Tom Petty Steve Earle Fan sein muss.

Wer jedoch die ersten vergeblichen Versuche, dieses grandiose Werk in einen Rahmen zu sortieren hinter sich hat, weiß spätestens nach dem ersten Durchlauf zweifelsfrei, dass er ein unverwechselbares Steve Earle Werk in Händen hält. Wahrscheinlich ist dies die Platte seines Lebens.