Karl Tuschhoff
24.09.2007

Kate Rusby

Awkward Annie

Gerhard Wenzel
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Veröffentlicht in Melodie & Rhythmus November 07

Die englische Folk-Fee in bestechender Form.

Feinfühlig, anmutig und von weltenverbindender Schönheit sind die 11 Songs, die die englische Folksängerin auf ihrem siebten Album „Awkward Annie“ akustisch instrumentiert vorträgt. Der angenehm intensive Flow der Scheibe kommt ohne überkommene Nostalgie der alten Weisen aus und klingt geradlinig, frisch. Dezentes Backing und schmeichelnde Melodien sorgen für eine entspannte Atmosphäre.

Wenngleich zurückhaltender im Timbre, so ist die stimmliche Ähnlichkeit zu Melanie Safka unverkennbar. In Stil und Technik werden Anleihen von June Tabor oder aber auch Jacqui McShee von Pentangle sichtbar.

Ausgangspunkt ist die Ursuppe des jahrhundertealten, englischen Liedgutes. Diese wird auf „Awkward Annie“ jedoch so charmant verfeinert und angereichert, dass sie nicht nur Puristen schmecken dürfte.

Die perfekt eingefangene Stimmung der kammermusikalischen Aufnahmen und die Behutsamkeit der Künstlerin im Umgang mit ihrem Material machen „Awkward Annie“ zusätzlich zu einem beeindruckenden Folkalbum.