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Veröffentlicht in Melodie & Rhythmus 01/08:
Der Volksmund sagt: “Gut Ding will Weile haben!“ Den Gegenbeweis lieferten nun die beiden amerikanischen Songwriter und Interpreten Joseph Parsons & Todd Thibaud mit ihrem gleichnamigen Album. In drei Tagen spielten sie zehn respektable Songs ein. Neben drei Neukompositionen sind die Rosinen aus ihrem Fundus der letzten Jahre zu hören.
Konventionell strukturiert haben ihre ergreifenden Geschichten, der warme schwebende Gesang zur akustischen Saitenarbeit, hin und wieder kontrastiert durch Bass und Schlagzeug, eine würdevolle Tendenz zum Charme eines Leonhard Cohen. Hinter dem Vorhang der Melodieseeligkeit befinden sich dichte, wohltuende Rhythmen, die es zu entdecken gilt. Durch die perfekte Balance der beiden Musiker, entsteht ein makelloser, wohltemperierter Klanggenuss. Mit „Dirty World“ ist ein Song vertreten, der die Substanz zu einem Klassiker hat.
Parsons & Thibaud, ein famoses Album mit dem sich der Tag beginnen lässt, dass jedoch gleichzeitig auch einen atmosphärischen Rotweinabend aufwerten würde.