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So viel steht fest: Selbst nach den B-Seiten-Titeln von Van Morrison würde sich die erste Liga der Songwriter die Finger lecken. Nach drei Jahren Abstinenz hat der „irische Grantler“ mit „Keep it simple“ nunmehr sein 35. Album mit ausschließlich eigenen Songs vorgelegt, das qualitativ durchaus im oberen Drittel anzusiedeln ist.
„Keep it simple“ ist kein Alterswerk, wie beispielsweise „The Healing Game“. Nichtsdestotrotz sind die Titel, bei denen er nicht nur als Sänger, sondern auch als Multiinstrumentalist auf der Ukulele, der Gitarre, dem Piano, oder aber auch auf dem Saxophone besticht, allesamt von einer Aura des Besonderen umgeben. Hervorzuheben ist der Titelsong selbst, der sich aufgrund seiner ideenreichen Melodieführung und Van Morrisons intensiver Phrasierung das Zeug zu einem Klassiker hat.
Fazit: Niemand vermischt Blues, Jazz, Soul, Skiffle und Folk so mühelos und elegant wie dieser Jahrhundertmusiker, der sich ganz nebenbei mal wieder den würdevollen Respekt auch seiner Kollegen eingesammelt haben dürfte.