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In einer besseren Welt würde Jimmy LaFave täglich im Radio gespielt werden. Leider ist dem nicht so, weshalb ich an dieser Stelle auf einen Singer/Songwriter aufmerksam machen möchte, dessen Balladen dem Hörer unmittelbar ans Herz „grapschen" und der in dieser Disziplin die Höhe der Meßlatte selbst bestimmt.
Mit seiner unvergleichbaren Stimme springt er einem auf Blue Nightfall bereits mit dem Opener (Revival) derart an die Gurgel, dass man völlig „beseelt" auf die Wiederholungstaste drücken möchte. Aber halt – Atem anhalten und weiter hören, denn es finden sich auf diesem wundervollen Album noch weitere Stücke bei denen man durchaus eine „Erpelpelle" (Gänsehaut) bekommen kann (z. B. River Road, Rain falling down).
Rauh aber herzlich trägt der Texaner, ebenso wie auf seinen bisherigen Alben, auch einige Bluesstandards vor, mit denen er jedoch nicht an die Klasse seiner von Tiefgang und Schwermut getragenen Kompositionen heranreichen kann. Dies trübt die Freude am Gesamtkunstwerk aber keinesfalls, denn die Band die er dabei im Rücken hat, swingt und rockt auf den Punkt genau. Manch anderer wäre froh, wenn er solche Songs nur halb so gut intonieren könnte.
Wer also nicht zwingend revolutionäre und musikalische Neuerungen sucht, aber dennoch angenehme Musik mit Überraschungsmomenten zu schätzen weiß, ist bei Jimmy LaFave auf jeden Fall an der richtigen Adresse.
Kurzum, mein Fazit: Große Kunst – Inselplatte !
Link: www.jimmylafave.com