Karl Tuschhoff
27.03.2006

von Michael Melcher

michael.melcher@stud-mail.uni-wuerzburg.de
Forever Young

Lieber Kalli,

da geht ein Jahr so rapide vorüber und selbst ich vermeine altklug behaupten zu können, dass die Zeit mit fortlaufendem Alter immer schneller ins Land zieht. Leider konnte ich es nie tun, aber vielleicht sollte ich dir jetzt, da wo ich den Blick auf die Welt etwas verändert (vielleicht sogar transparenter) habe, danken! Danken dafür, dass im Pool der Meinungen, die nicht oft von den standardisierten Phrasen divergierten, ich in jungen Jahren von dir immer eine enizigartige Sicht der Dinge präsentiert bekommen habe. Nicht abgehoben, utopisch oder absurd, sondern eben mit einem Schuß Ironie die Welt und ihre Abläufe anders betrachtend. Wichtig ist noch nicht einmal, die Gedanken anzunehmen, oder gar zu übernehmen, sondern vielmehr ihnen offen gegenüber zu stehen und somit ein "offenes Ohr" für die vielfältigsten Sichtweisen zu entwickeln. Frei nach Charles Taylor: "Je größer der innere Pool eines Menschen mit Ideen und Gedanken, desto einfacher wird es ihm fallen, gerecht zu handeln, die Welt zu beurteilen und sie in irgendeiner Form zu verstehen!"

Danke für die immer gelebte Offenheit gegenüber der Welt und ihren verschiedensten Erscheinungsformen- ich glaube, das hat mich sehr geprägt! Nicht zu vergessen, dass ich damals niemanden sonst kannte, der in meinem Alter ein Faible für Bob Dylan entwickeln konnte. :-)

Karl am Küchentisch 2

In diesem Sinne,

may you stay FOREVER YOUNG

Michi