Karl Tuschhoff
17.12.2009

Marybeth D´Amico

Heaven, Hell, Sin & Redemption

Gerhard Wenzel
Cover

Veröffentlicht in Melodie & Rhythmus (11/09)

Auch weil sich Marybeth D´Amico als „Spätberufene“ Musikerin das Gitarrenspiel erst 2003 autodidaktisch angeeignet hat, ist Heaven, Hell, Sin & Redemption in doppelter Hinsicht als großer Wurf im Genre Americana zu bezeichnen. Angeregt durch Songs von Patti Griffin, hat die in Deutschland lebende US-Sängerin ihr Talent entdeckt. Auf ihrem Debütalbum zelebriert sie diese Gabe in zehn, zumeist dunkel atmosphärischen Songs, die als Tribut an die 60er und 70er Jahre erscheinen. Ihre Stimme ist eindringlich und nimmt einen unmittelbar in Beschlag. Im Umgang mit den Melodien gibt sie sich spielerisch, ja fast trödelnd. Durch dieses Stilelement, flankiert von grandiosen Harmonien mit rhythmischen Verschiebungen, entsteht ein schwer fassbares Bild aus Trauer und Entsagung. Leider dauert das Album nur 38:20 Minuten, was die Freude aber nicht trübt.

Fazit: Im Gegensatz zu dem keimfreien Sound unserer Tage, berührt Heaven, Hell, Sin & Redemption zutiefst! (4 von 5 Noten)